Neu in Deutschland – Wie du Briefe richtig versendest

Willkommen in Deutschland! Ob du gerade hierher gezogen bist oder dich noch auf deinen Umzug vorbereitest, sicherlich hast du viele Fragen, wie du dich in deinem neuen Zuhause zurechtfindest. Eine dieser Fragen könnte sein: Wie versende ich in Deutschland richtig Briefe? Diese Anleitung hilft dir dabei.
Inhalt
I. Wo kaufe ich briefumschläge und Briefmarken?
II. Welche Briefumschläge gibt es?
III. Wie beschrifte ich den Briefumschlag richtig?
III. Wo werfe ich den Brief ein?

Wo kaufe ich Umschläge und Briefmarken?

Umschläge kannst du in nahezu jedem Schreibwarengeschäft, Supermarkt oder auch online erwerben. Was Briefmarken betrifft, so gibt es mehrere Möglichkeiten, diese zu kaufen:

  • Postfilialen: Hier kannst du Briefmarken in verschiedenen Werten erwerben. Auf der folgenden Seite kannst du sehen, welche Briefmarke du genau benötigst: https://www.deutschepost.de/de/b/briefe-in-deutschland.html
    Du kannst auch um Rat fragen, wenn du dir unsicher bist, welchen Wert du benötigst.
  • Online: Auf der Website der Deutschen Post kannst du Briefmarken bestellen und sie dir nach Hause liefern lassen. Du kannst auch die Option “Internetmarke” nutzen, um Briefmarken zu Hause auszudrucken. https://shop.deutschepost.de/
  • Einzelhandelsgeschäfte: Viele Supermärkte, Tankstellen und Kioske verkaufen ebenfalls Briefmarken.
  • Briefmarkenautomaten: An diesen Automaten, die du oft in Postfilialen oder an öffentlichen Plätzen findest, kannst du Briefmarken kaufen.
  • PORTO-App: Mit dieser App der Deutschen Post kannst du das Porto direkt auf dein Handy kaufen und es ausdrucken oder als Code handschriftlich auf den Brief schreiben.

 

Welche Briefumschläge gibt es?

Es gibt eine Vielzahl von Briefumschlaggrößen, die oft die üblichen DIN-Formate widerspiegeln, die wir auch für Papier kennen.

  • DIN A4: Dieses Format entspricht einem Standardpapierbogen, der typischerweise in Druckern oder Schreibblöcken verwendet wird. Für den Briefversand wird es vornehmlich für Dokumente genutzt, die nicht gefaltet werden sollten.
  • DIN A5: Dieses Format ist genau die Hälfte eines DIN A4 Blattes. Wenn du einen Brief in einem DIN A5-Umschlag versendest, musst du das Papier einmal in der Mitte falten.
  • DIN A6: Dieses Format entspricht der Hälfte eines DIN A5 Blattes, also einem viertel DIN A4 Blatt, und hat die Größe einer gewöhnlichen Postkarte.

Es gibt auch längliche Briefumschläge, die häufig verwendet werden und als C5/6 bezeichnet werden. Diese Formate entsprechen nicht den durch einfaches Halbieren entstehenden Größen. Wenn du ein DIN A4 Blatt in einen C5/6 Umschlag legen möchtest, musst du das Blatt in drei gleichgroße Abschnitte falten. Das Format C5/6 entspricht also einem Drittel eines DIN A4 Blattes.

Wie beschrifte ich den Briefumschlag richtig?

Umschläge ohne Fenster:

Bei Umschlägen ohne Fenster musst du sowohl die Empfänger- als auch die Absenderinformationen auf den Umschlag schreiben. Die Empfängerinformationen kommen auf die Vorderseite des Umschlags auf die rechte Seite. Die Absenderinformationen – auf die Vorderseite oben links. Die Briefmarke steht in der oberen rechten Ecke.

So könnte das aussehen:

Melanie Schmidt, Lindenstraße 2, 55130 Mainz(2)

Umschläge mit Fenster:

Bei Briefumschlägen mit Fenster sind sowohl Absender als auch Empfänger direkt auf dem Brief selbst sichtbar und durch das Fenster im Umschlag erkennbar. Solche Fensterbriefe gibt es in den Größen A4 und C5/6. Eine korrekte Formatierung des Schreibens ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die Angaben zu Absender und Empfänger tatsächlich sichtbar sind. Für die Seitenränder deines Textdokuments sind dabei folgende Einstellungen wichtig:

  • oben: 2,7 cm
  • links: 2,5 cm
  • rechts: 1,0 cm

Mit diesen Voreinstellungen kannst du nun Absender und Empfänger korrekt positionieren. Beachte folgendes:

Fensterbrief beschriften: Absender

Wenn du die oben genannte Formatierung eingestellt hast, schreibst du den Absender 5 Zeilen unterhalb des oberen Seitenrandes. Verwende Schriftgröße 8 und eine gut lesbare, neutrale Schriftart. Bei einem Brief mit Fenster wird der Absender in einer einzigen Zeile angegeben, die verschiedenen Teile der Adresse sind durch Kommata getrennt. Zum Beispiel:

Abs.: Marina Schmidt, Neustraße 1, 12345 Hauptstadt

Fensterbrief beschriften: Empfänger

In der nächsten Zeile, also Zeile 6 vom oberen Seitenrand, beginnst du mit den Empfängerdaten. Schreibe diese in Schriftgröße 11 und folge dem obigen Format: Vor- und Nachname, Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort. Ein Zeilenumbruch wird zwischen den verschiedenen Teilen eingefügt.

Ärztekammer Rhein

Neustraße 13

55130 Mainz

 

Melanie Schmidt, Lindenstraße 2, 55130 Mainz(3)

Wo werfe ich den Brief ein?

Sobald dein Brief beschriftet und frankiert ist, kannst du ihn in einen Briefkasten der Deutschen Post werfen. Diese Briefkästen sind überall verteilt und meist gelb. Du kannst deinen Brief auch direkt in einer Postfiliale abgeben. Am Besten suche im Internet nach “Briefkasten in der Nähe” pder “Postfiliale in der Nähe”.

Nun weißt du alles, was du brauchst, um Briefe in Deutschland richtig zu versenden. Obwohl es auf den ersten Blick kompliziert erscheinen mag, wirst du schnell den Dreh raus haben. Viel Spaß beim Schreiben und Versenden deiner ersten Briefe in Deutschland!

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Gesetzliche vs. private Krankenversicherung in Deutschland: Ein Leitfaden für Patienten und Ärzte

Herzlich willkommen in Deutschland! Als neuer Patient oder Arzt im deutschen Gesundheitssystem möchtest du sicherlich mehr über die Unterschiede zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung erfahren. Dieser Blogbeitrag soll dir als Leitfaden dienen, um besser zu verstehen, was du wissen musst und worauf du als Patient bzw. Arzt achten solltest.
Inhalt
I. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV)
II. Die private Krankenversicherung (PKV)
III. Was muss ich als Assistenzarzt in einer Klinik über die private und die gesetzliche Krankenversicherung wissen?

I. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Die gesetzliche Krankenversicherung ist das Fundament des deutschen Gesundheitssystems und deckt die medizinischen Grundbedürfnisse der Bevölkerung ab. Hier sind einige wichtige Punkte, die du als Patient beachten solltest:

  1. Pflichtversicherung: In Deutschland besteht eine Versicherungspflicht für die meisten Einwohner. Arbeitnehmer mit einem bestimmten Einkommen sind in der Regel verpflichtet, sich gesetzlich zu versichern.
  2. Versicherungsbeitrag: Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung basiert auf einem prozentualen Anteil des Einkommens und wird hälftig vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen.
  3. Leistungen: Die GKV bietet eine breite Palette von Leistungen, die den medizinischen Standard abdecken. Dies beinhaltet Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, Medikamente und vieles mehr.
  4. Begrenzte Wahlfreiheit: Als GKV-Patient hast du eine begrenzte Auswahl an Ärzten und Krankenhäusern. In der Regel wirst du von einem Allgemeinarzt überwiesen, bevor du einen Facharzt aufsuchen kannst.

II. Die private Krankenversicherung (PKV)

Die private Krankenversicherung richtet sich vor allem an Selbstständige, Beamte und Gutverdiener. Hier sind die wichtigsten Aspekte, die du als Patient oder Arzt beachten solltest:

  1. Freiwillige Versicherung: Die private Krankenversicherung ist in der Regel eine freiwillige Entscheidung. Als Arbeitnehmer kannst du dich privat versichern, wenn du:
    • über der Versicherungspflichtgrenze liegst. Diese Grenze wird jährlich festgelegt und beträgt für das Jahr 2023 monatlich 5.362,50 Euro brutto.
    • wenn du einer bestimmten Berufsgruppe angehörst, wie zum Beispiel Beamte oder Selbständige. In diesen Fällen kannst du dich unabhängig von der Höhe des Einkommens privat versichern.
  1. Versicherungsbeitrag: Der Beitrag zur PKV hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Alter, Gesundheitszustand und dem gewählten Versicherungsumfang. Im Gegensatz zur GKV sind die Beiträge individuell und können höher sein.
  2. Leistungen: Die PKV bietet oft eine umfangreichere Auswahl an Leistungen und Extras wie Einzelzimmer im Krankenhaus, freie Arztwahl und alternative Heilmethoden. Allerdings kann dies auch zu höheren Kosten führen.
  3. Erstattungsverfahren: Bei der PKV musst du die Kosten zunächst selbst tragen und anschließend bei deiner Versicherung einreichen, um eine Erstattung zu erhalten. Beachte, dass die Versicherung bestimmte Behandlungen oder Medikamente möglicherweise nicht oder nur teilweise übernimmt.

III. Was muss ich als Assistenzarzt in einer Klinik über die private und gesetzliche Krankenversicherung wissen?

  1. Abrechnung:
    • GKV: Wenn du Patienten behandeln möchtest, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, musst du als Arzt eine Abrechnung nach den Vorgaben der jeweiligen Krankenkassen durchführen. Dazu gehören bestimmte Diagnose- und Prozedurenschlüssel sowie die Einhaltung der Regelungen zur Budgetierung und zum Honorar.
    • PKV: Bei der Abrechnung mit privaten Krankenversicherungen gibt es individuelle Verträge und Vereinbarungen. Du musst die Leistungen gemäß den Konditionen des Versicherungsvertrags erbringen und die Abrechnung entsprechend durchführen. Informiere dich daher über die geltenden Regelungen deiner Klinik und die Abrechnungsmodalitäten mit den verschiedenen PKV-Anbietern.
  2. Patientenaufklärung:
    • GKV: In der gesetzlichen Krankenversicherung haben die Patienten eine begrenzte Wahlfreiheit bezüglich der Ärzte und Kliniken. Als Arzt musst du die Patienten über Behandlungsoptionen, eventuelle Zuzahlungen und die Regelungen der GKV aufklären.
    • PKV: Bei der Behandlung von Patienten mit privater Krankenversicherung ist eine umfassende Aufklärung über die Kosten und Leistungen besonders wichtig. Die Patienten haben in der Regel größere Freiheiten bei der Wahl von Ärzten und Kliniken, aber auch individuell vereinbarte Versicherungsbedingungen. Kläre deine Patienten über Behandlungsoptionen, Kostenübernahmen und Selbstbeteiligungen auf, um mögliche Missverständnisse zu vermeiden.
  3. Verträge:
    • GKV: Die Klinik, in der du tätig bist hat in der Regel Verträge mit den gesetzlichen Krankenkassen. Diese Verträge regeln die Abrechnung, Budgetierung und die Behandlungsmodalitäten. Informiere dich über die Vereinbarungen deiner Klinik und halte dich an die Vorgaben der Krankenkassen.
    • PKV: Die Kliniken können auch individuelle Verträge mit privaten Krankenversicherungen abschließen, um die Behandlung von versicherten Patienten zu ermöglichen. Informiere dich über die die Vertragsbedingungen sorgfältig und beachte die Abrechnungskonditionen, um eine reibungslose Zusammenarbeit zu gewährleisten.

Es ist wichtig, dass du als Assistenzarzt die Unterschiede zwischen der PKV und GKV verstehst, um angemessen mit den verschiedenen Versicherungen und Patienten umgehen zu können. Beachte, dass dies nur eine allgemeine Übersicht ist und es spezifische Regelungen und Vereinbarungen geben kann, die für deine Klinik oder dein Fachgebiet gelten. Es kann hilfreich sein, dich mit den Abrechnungsexperten oder dem Management deiner Klinik auszutauschen, um weitere Informationen zu erhalten, die auf deine spezifische Situation zugeschnitten sind.

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Medical residency for doctors in Germany – is it worth it and what to expect

I. The benefits of medical specialization in Germany

The shortage of doctors in Germany is high. For this reason, the chances of foreign doctors specializing in them are quite good. But what makes Germany so attractive for foreign doctors?

1. High level of specialization education

Compared to other countries, the level of specialization in Germany is very high and you can specialize in almost all fields. All clinics, including clinics in small towns, are equipped with very modern medical equipment and offer a wide range of examinations and manipulations, complementary training, and specialization with specialists of high rank.

2. No long waiting times for a specialization position

Unlike in Austria or Switzerland, for example, there are no long waiting periods for a place to specialize in Germany. This is because specialization is offered not only in university clinics, but in many different clinics, both for emergency care and rehabilitation.

In Germany, there are several types of clinics, depending on who owns them.

– State clinics – run by the state, city, or federal government.

– Non-profit clinics – run by a non-profit organization, e.g., church organizations.

– Private clinics – those that are privately owned, e.g., Helios, Asclepios, Ameos, etc.

All these three types of clinics offer similar working conditions, and you can specialize in all three types. The more open you are at the start to different opportunities, the better your chances are.

 2. Flexibility during specialization

During your specialization in Germany, you are allowed to change clinics without losing time from your specialization.

You can also change your specialty. Up to 1 year spent in one specialty is recognized for almost all other specialties.

4. No examinations for obtaining a specialization place

Unlike some other countries, in Germany you don’t need to take equivalence or other medical exams if you want to specialize in a particular field. The only exams you have to take are language exams – in general and medical German at C1 level.

5. The salary is equally high regardless of the clinic and you get paid from the first day of your specialization

From the first day of your specialization, you get an employment contract with a basic salary and payment of all social security contributions. The salary starts at 5.100 € gross in the first year of specialization and increases with each subsequent year. This corresponds to a net salary of around 3.300 € (net salary, of course, depends on many individual factors, such as being single/married or having children). After a few months, when you start taking on on-call duties, you get paid extra for them. In the attached sheet you will see the current gross salaries of resident doctors and specialists in the state clinics according to years of experience. In other clinics (private and non-profit clinics) the salaries are also close to these.

Position 1st year 2nd year 3rd year 4th year 5th yeas 6th year
resident 5.084 € 5.373 € 5.579 € 5.935 € 6.361 € 6.536 €
specialist 6.711 € 7.273 € 7.687 € 7.768 € 8.056 € 8.618 €

6. In Germany, employees are very well protected by law

Protection from contract termination

The German law protects employees to a high legal degree. For example, after the trial period (the first 6 months after starting a new job), your employer cannot terminate your contract just like that unless there is reasonable cause and prior notice. The valid reasons allowing termination are extremely limited and regulated by law.

Maternity leave

In Germany, you get paid maternity leave (Mutterschutz) for a total of 14 weeks – up to 6 weeks before and 8 weeks after giving birth. During maternity leave, you receive 100% of your salary.

In addition, you are entitled to so-called “parental leave” for up to 2 years per child. During this time, your employer is obliged to keep your place of work and you have the security that you can return to work after this “parental leave”, the so-called Elternzeit. Both parents of a child are entitled to parental leave. This applies regardless of whether the other parent also has to be on parental leave at the time. This regulation does not only apply to the child’s biological parents but covers a variety of family situations.

During parental leave, you will not receive a salary from your employer. However, you can apply for parental pay. This is financial help from the state to compensate you if you temporarily work less or not at all during parental leave. The amount you get can be up to 65% of your basic salary.

II. Conditions of life in Germany

Germany is a very highly developed country where order and punctuality are of great importance. Advantages of living in Germany are:

1. The German social security system

The German health and insurance system is one of the strongest in the world. As an employee, you insure yourself entirely through your employer, and for people in financial hardship, the state provides solid support, both financially and through housing.

2. A good lifestyle

Life in Germany is not cheap, but the medical profession is one of the best paid. So, your salary (even as a specialist) will allow you to lead a very good lifestyle and afford everything you need.

Here is an example summary of the average cost of living in Germany for one person. These approximate costs are based on data from the Federal Statistical Agency in Germany and concern a single household. Of course, for families, some of the costs overlap. Please note that they are very dependent on the region and individual situation.

Housing (rent or loan payment, energy costs, utilities, appliances, etc.) 1.000 € monthly
Food and beverages 402 € monthly
Clothing 100 € monthly
Cosmetic supplies 120 € monthly
Transportation costs 300 € monthly
Free time and cultural 250 – 300 € monthly
Communications (phone, internet etc.) 70 € monthly

3. Good chances for integration

The Germans have a high acceptance of foreigners, they offer different programs and courses and if you have the desire to live and integrate there, all doors are open to you.

III. How and where can I learn German language?

If you have decided that Germany is the right country for your career, learning German at a high level is key to achieving your goal. To assist you in this quest, we have put together some important tips to help you.

What level of German do you need to specialize as a doctor in Germany?

In order to work as a doctor in Germany, you need to have a certificate in General German for at least B2 level and also pass an exam in Medical German in Germany at C1 level. Since the Medical German exam requires a C1 level of General German, which is also necessary for communication in the clinic when starting work, it is advisable to anticipate the following stages:

  1. Preparation for the C1 level of General German
  2. Passing the C1 Certificate in General German (Recommended telc or Goethe)
  3. Preparation for the Medical German exam
  4. Passing the Medical German exam

In this way you will be able to prepare yourself gradually and optimally, both for the exams and for the work and life that await you in Germany.

In addition, a good command of German and possession of the relevant certificates will significantly increase your chances of obtaining a good specialization place and make your profile more competitive compared to doctors with a lower level of German.

How long does it take to learn General German at C1 level?

This depends largely on the following factors:

– How much time can you spend learning German per day/week?

– How do you study – on your own, with a group, with a private teacher?

– Do you know another foreign language?

Considering these individual factors, you can also predict the following about learning German. To cover the different levels, you need an average of:

A0 – A1: 60 -100 study hours

A1 – A2: 90 – 100 study hours

A2 – B1: 130 -150 study hours

B1 – B2: 180 – 200 study hours

B2 – C1: 150 – 200 study hours

Keep in mind that you can cover these study hours with a course, private tutoring, or self-study.

Group course or individual tuition?

For beginner levels: up to B1 we recommend taking a group course. As the prices for individual lessons are high and it is important to establish the general basics of the language at the beginning, group courses are more suitable for these levels.

At higher language levels, it is essential to anticipate the following factors:

  • Active speaking practice is important.
  • It is important to iron out individual mistakes left over from previous levels.

Therefore, for levels B1, B2 and C1, preparation with a private teacher (individual or in small groups) is recommended, in combination with self-study and optionally in addition with a group course.

How long does it take to learn medical German?

This also depends a lot on the type of preparation. The Medical German exam consists of the following components:

– Taking a patient history (actor)

– Preparation of medical documentation (epacrises)

– Presentation of a medical case to a chief physician

Depending on the federal province and the committee, the following components may also be present:

– Verbally providing information about a particular manipulation or surgery and obtaining informed consent

– Discussion/transfer of patient to another department or clinic

– Translation of medical terms

Medical case studies are from the areas of General Medicine, Internal Medicine, General Surgery, Neurology, Orthopedics and Trauma.

The diseases falling on the exam are over 100.

Preparation requires a high level of general German and proficiency in medical terminology, both in Latin terms and in terms understandable to the patient.

To prepare well for this exam, you need at least 3 months after achieving C1 level in General German.

In addition, to practice the medical profession in Germany you need a broader knowledge than just that required by the exam. These are for example:

– Communication with patients and relatives

– Communication with colleagues of different ranks

– Rights and duties of doctors in Germany

– Communication with other related institutions

– Ability to react in various critical situations

That is why the right medical German training to get you off to the best possible start should include all these components and prepare you for a variety of situations.

In order to have time to prepare for this, it is advisable to start your preparation early – ideally, during your medical studies.

IV. What to expect from working with inmed

Unlock your future with inmed: Language mastery and no financial worries

Curious about what awaits you when you choose to work with inmed? Let us paint a vibrant picture of the exciting journey that lies ahead, one filled with language mastery and no financial worries.

1. Language mastery: Your key to success

At inmed, we’re committed to helping you achieve language mastery like never before. Our language training is a game-changer, offering the flexibility you need in terms of timing and location. It’s tailor-made to suit your individual learning pace. We blend one-on-one private lessons, group sessions, knowledge sharing with fellow doctors, and self-study modules to ensure you’re impeccably prepared for the General and Medical German exams and your career in Germany. With regular feedback from our expert instructors, we adjust your study plan to match your unique learning rhythm.

Our language preparation program isn’t just beneficial; it’s essential. We recommend starting during your medical studies and continuing until your journey in Germany begins.

2. No financial worries: Our support unleashes your potential

Financial concerns should never hold you back. That’s why we offer a generous scholarship of up to 4,000 €, covering almost the entire cost of your language training (both medical and general German), the approbation process, and your travel expenses for exams and interviews. The best part? There’s NO REPAYMENT OBLIGATION. We earn our commission solely from the clinic where you’ll eventually work. In other words, our services come to you completely free of charge.

3. Personalized guidance: Your success is our priority

We don’t just stop at language training. At inmed, we craft individual plans that cater entirely to your unique situation. We’re your partners every step of the way, from apprenticeships to organizing suitable language training, travel arrangements, and finding accommodations. Your successful move and start in Germany are our top priorities. And even after you’ve begun working in a German clinic, we remain your steadfast allies.

4. Your ideal workplace: We help you land the dream job

Germany has a wealth of opportunities, and we’re here to help you find your ideal workplace. Our extensive network spans clinics across the country. Together, we’ll explore your preferences, market opportunities, positions, clinics, and regions to present you with tailored job offers. To boost your chances of securing your dream position, we assist in crafting your application according to German standards and provide invaluable interview preparation support.

5. Join the inmed family: Your community awaits

When you become part of inmed, you join the inmed family. Here, you’ll connect with fellow doctors who have trodden or are currently navigating the same path as you. We organize regular meetings, both online and in person, where we support each other, learn together, and have fun. This is your chance to forge new friendships in Germany, exchange invaluable insights, and create lasting memories.

V. How to embark on this exciting journey with inmed

Working with us can start during your medical studies. Here are the requirements:

  • Minimum A2 level proficiency in General German
  • A firm decision to specialize in Germany
  • Motivation and a burning desire to excellence

The main factor guiding our selection process for scholarships and assistance is your motivation and determination to achieve excellence. We firmly believe that discipline, hard work, and unwavering commitment are the keys to a successful start and integration in Germany. As your partners in this pivotal life chapter, we give 100%, and we expect nothing less from the clients we work with.

Do you need more information or have questions? We’re eager to assist and provide answers in a free consultation. Book one here:

https://inmed-personal.com/de/online-beratung/

kind regards,

inmed personal

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Facharztausbildung für Neurologie in Deutschland

Dauer der Facharztausbildung für Neurologie

Die Facharztausbildung für Neurologie dauert insgesamt 60 Monate (5 Jahre).

Mindestens 6 Monate davon müssen in der intensivmedizinischen Versorgung neurologischer Patienten abgeleistet werden.

Außerdem müssen zum Erwerb eines Facharzttitels für Neurologie unbedingt 12 Monate im Fachbereich Psychiatrie und Psychotherapie abgeleistet werden.

Dementsprechend kannst du dir aussuchen, mit welchem Fachbereich du startest. Du hast folgende Möglichkeiten für den Berufsstart:

  1. Du startest im Bereich Neurologie und machst entweder zwischendurch oder nach 4 Jahren eine einjährige Rotation in der Psychiatrie und Psychotherapie.
  2. Du startest im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie im ersten Jahr und wechselst danach in die Abteilung für Neurologie im selben Klinikum oder in einem anderen Klinikum deiner Wahl.

Wenn du Berufseinsteiger bist und keine praktische Erfahrung in Deutschland hast, erfolgt der Einsatz auf der Intensivstation in der Regel erst nach einigen Beschäftigungsmonaten.

Die häufigsten neurologischen Krankheitsbilder

Die häufigsten Krankheitsbilder im Bereich Neurologie sind:

  • Schlaganfall (in medizinischer Fachsprache: Apoplex oder TIA)
  • Migräne
  • Cluster-Kopfschmerz / Spannkopfschmerzen
  • Demenz
  • Parkinson
  • Multiple Sklerose (MS)
  • Epilepsie
  • Hirnhautentzündung
  • Hirnblutung
  • Schädel-Hirn-Trauma (SHT)
  • Polyneuropathie
  • Gehirntumor
Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Die häufigsten Untersuchungsverfahren im Bereich Neurologie sind:

  • Elektromyographie (EMG)
  • Elektroenzephalographie (EEG)
  • Elektroneurographie (ENG)
  • Magnetresonanztomografie (MRT)
  • Computertomo­grafie (CT)
  • Angiografie
  • Myasthenie-Testung
  • Evozierte Potentiale (SEP, VEP, MEP, AEP)
  • Ultraschall (Doppler- und Duplexsonographie)
  • Demenztestung
  • Lumbalpunktion
Einstiegsmöglichkeiten im Bereich Neurologie

Die Chancen, eine Stelle im Bereich der Neurologie zu finden, sind sehr gut – auch für Berufseinsteiger und für ausländische Ärzte. Voraussetzung ist natürlich, dass du über sehr gute Deutschkenntnisse und die deutsche Approbation verfügst.

In Deutschland ist die Neurologie eines der am schnellsten wachsenden medizinischen Fachgebiete. In Deutschland gibt es derzeit ca. 9.000 Fachärzte für Neurologie. Ungefähr 2/3 davon arbeiten stationär in einer Klinik und 1/3 – in der ambulanten Patientenversorgung.

Die Facharztausbildung für Neurologie kann in drei Arten von Kliniken/Abteilungen erfolgen:

1) Neurologische Akutkliniken (sog. Phase A)

2) Kliniken für neurologische Frührehabilitation (so genannte Phase B). Die Frührehabilitation schließt direkt an die Akutbehandlung an. Frührehabilitation ist die frühestmöglich einsetzende Kombination aus akutmedizinischer und rehabilitationsmedizinischer Behandlung von Krankenhauspatienten verschiedener medizinischer Fachgebiete mit einer akuten Gesundheitsstörung und relevanter Beeinträchtigung verschiedener Körperfunktionen. Mehr Informationen hierzu findest du Unserem Blogbeitrag „Assistenzarzt in einem Klinikum für Frührehabilitation“.

3) Neurologische Rehabilitationskliniken (Phasen C und D). In dieser Art von Kliniken wird daran gearbeitet, neurologische Defizite zu korrigieren und zu lindern, die Mobilität und die Unabhängigkeit der Patienten wiederherzustellen.

Während der Facharztausbildung kannst du jederzeit das Klinikum wechseln. Daher kannst du deine Facharztausbildung frei gestalten und auch in allen drei Arten von Kliniken arbeiten.

Du bist auf der Suche nach einer Stelle als Assistenz- oder Facharzt im Bereich der Neurologie? Dann buche einen Termin für ein kostenloses Beratungsgespräch mit uns über das Kontaktformular. Wir freuen uns auf dich!

Karrieremöglichkeiten nach der Facharztweiterbildung

Wer seinen Facharzt in Neurologie abschließt, hat verschiedene Optionen, um beruflich tätig zu werden. Am häufigsten arbeiten Neurologen festangestellt in einem Krankenhaus. Hier bieten sich Karrierechancen in leitender Position. Ebenso gibt es selbstständige Neurologen, die in einer eigenen Fachpraxis arbeiten. Zurzeit besteht ein steigender Bedarf an Neurologen. Somit existieren sowohl in der Stadt und als auch auf dem Land viele Möglichkeiten, Arbeit in diesem Fachbereich zu finden.

Wer nach der Facharztausbildung als Neurologe außerhalb einer Klinik arbeiten möchte, hat folgende Möglichkeiten:

  • Eigene neurologische Praxis – hier ist man sein eigener Chef, man benötigt aber auch viel unternehmerisches Wissen
  • Praxisgemeinschaft – Praxisräume, Geräte und Fachpersonal werden mit anderen Ärzten gemeinsam genutzt, aber jeder hat einen eigenen Patientenstamm
  • Gemeinschaftspraxis – man teilt sich Praxisräume und Geräte und behandelt auch gemeinsame Patienten
  • Anstellung – der Neurologe ist in einer Praxis oder einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) angestellt
  • Teilzulassung – eine Mischung aus Klinik und Niederlassung in einer Praxis
Das Gehalt im Fachbereich Neurologie

Die ärztlichen Gehälter für angestellte sind in den meisten Fällen in einem Tarifvertrag festgeregelt. Die Region spielt dabei eher eine untergeordnete Rolle.

Als Assistenzarzt für Neurologie im ersten Jahr beträgt dein Gehalt je nach Tarifvertrag ca. 56.000 Euro brutto pro Jahr (ca. 4.800 € brutto im Monat). Das Gehalt steigt mit jedem weiteren Jahr. Im letzten, also fünften Assistenzarztjahr in der Neurologie verdienst du ca. 6.000 € brutto pro Monat. Die Dienste werden gesondert vergütet.

Als Facharzt für Neurologie im ersten Jahr beträgt dein Gehalt je nach Tarifvertrag ca. 6.400 € brutto im Monat. Auch hier steigt das monatliche Gehalt um ca. 300-400 € mit jedem weiteren Beschäftigungsjahr.

Als Oberarzt für Neurologie beträgt dein Einstiegsgehalt im ersten Jahr ca. 8.000 Euro brutto pro Monat. Wenn du dazu eine leitende Position hast (als leitender Oberarzt) verdienst du am Anfang ca. 9.500 € im Monat.

Aufgrund der Möglichkeit, auch außertarifliche Vereinbarungen für leitende Positionen treffen zu können, sind theoretisch auch wesentlich höhere Neurologen-Gehälter möglich.

Als alleinige Praxisinhaber kommen Neurologen nach Angaben des Statistischen Bundesamts auf einen Reinertrag von durchschnittlich 155.000 Euro im Jahr

Neurologische Fälle in der medizinischen Fachsprachprüfung

Auch in der Fachsprachprüfung spielt Neurologie eine wichtige Rolle. Die häufigsten neurologischen Fälle in der FSP sind:

  • Schlaganfall (Apoplex)
  • Mini-Schlaganfall (TIA)
  • Multiple Sklerose (MS)
  • Epileptischer Anfall

Im folgenden Video siehst du ein Beispiel für ein Anamnesegespräch bei Verdacht auf eine TIA, das wir im Rahmen unseres FSP-Vorbereitungsprogramms aufgenommen haben.

  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Demenz
  • Migräne
  • Cluster-Kopfschmerz / Spannungskopfschmerz
Erfahrungsbericht unserer Kandidatin Viktoria, die als Assistenzärztin für Neurologie in Deutschland arbeitet.
Video zur Vorbereitung auf die Fachsprachprüfung. Anamnesegespräch zum Fall TIA.
Wusstest du das?

Bei inmed bekommst du eine vollständige und individuelle Vorbereitung auf die medizinische Fachsprachprüfung in Deutschland komplett kostenlos.

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    Dauer der Facharztweiterbildung in Deutschland

    Fachgebiet Gesamtdauer Wie lange dauert es Was wird noch anerkannt
    Allgemeinmedizin 60 Monate 24 M. in ambulanten Bereich (Hausarzt)
    12 M. Innere Medizin akut stationär
    6 M. in mind. 1 Gebiet der unmittelb. Patientenversorgung
    80 St. WB-Kurs Psychosomatik
    bis 18 M. in anderen Gebieten der unm. Patientenversorgung
    Anästhesiologie 60 Monate 12 M. Intensivmedizin 12 M. in anderen Gebieten
    Augenheilkunde 60 Monate
    Allgemeinchirurgie 72 Monate Meistens die ersten 3 Jahre – Common Trunk (Basisweiterbildung)
    18 M. Orthopädie und Unfallchirurgie
    18 M. Viszeralchirurgie
    6 M. Notfallaufnahme
    6 M. Intensivmedizin
    Gefäßchirurgie 72 Monate 48 M. Gefäßchirurgie
    6 M. Notaufnahme
    6 M. Intensivmedizin
    bis 12 M. in anderen Gebieten
    Herzchirurgie 72 Monate 48 M. Herzchirurgie
    6 M. Notaufnahme
    6 M. Intensivmedizin
    bis 12 M. in anderen Gebieten
    Kinder- und Jügendchirurgie 72 Monate 48 M. Kinder- und Jügendchirurgie
    6 M. Notaufnahme
    6 M. Intensivmedizin von Kinder & Jügendlichen
    bis 12 M. in anderen Gebieten
    Orthopädie und Unfallchirurgie 72 Monate 48 M. Orthopädie und Unfallchirurgie
    6 M. Notaufnahme
    6 M. Intensivmedizin
    bis 12 M. in anderen Gebieten
    Plastische Chirurgie 72 Monate 48 M. Plastische Chirurgie
    6 M. Notaufnahme
    6 M. Intensivmedizin
    bis 12 M. in anderen Gebieten
    Thoraxchirurgie 72 Monate 48 M. Thoraxchirurgie
    6 M. Notaufnahme
    6 M. Intensivmedizin
    bis 12 M. in anderen Gebieten
    Viszeralchirurgie 78 Monate 48 M. Viszeralchirurgie
    6 M. Notaufnahme
    6 M. Intensivmedizin
    bis 12 M. in anderen Gebieten
    Frauenheilkunde & Geburtshilfe 60 Monate 80 Stunden Kurs-Weiterbildung in Psychosomatische Grundversorgung bis 12 M. in anderen Gebieten
    Frauenheilkunde & Geburtshilfe – Schwerpunkt – Endokrinologie und Reproduktionsmedizin 24 Monate
    Frauenheilkunde & Geburtshilfe – Schwerpunkt – gynäkologische Onkologie 24 Monate
    Frauenheilkunde & Geburtshilfe – Schwerpunkt Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin 24 Monate
    HNO 60 Monate bis 12 M. in anderen Gebieten
    Haut – und Geschlechtskrankheiten 60 Monate bis 12 M. in anderen Gebieten
    Innere Medizin 60 Monate 48 M. Innere Medizin oder mind. 2 verschiedene Fachkompetenzen dieses Gebietes (mind. 30 M. stationär)
    6 M. Notaufnahme
    6 M. Intensivmedizin
    Innere & Angiologie 72 Monate 36 M. Innere & Angiologie (mind. 24 M. stationär)
    24. M. in mind. Zwei weiteren Fachgebiete der Inneren Medizin
    6 M. Notaufnahme
    6 M. Intensivmedizin
     

     

     

     

    Innere & Endokrinologie & Diabetologie 72 Monate 36 M. Innere & Endokrinologie & Diabetologie (mind. 24 M. stationär)
    24. M. in mind. Zwei weiteren Fachgebiete der Inneren Medizin
    6 M. Notaufnahme
    6 M. Intensivmedizin
    Innere & Gastroenterologie 72 Monate 36 M. Innere & Gastroenterologie  (mind. 24 M. stationär)
    24. M. in mind. Zwei weiteren Fachgebiete der Inneren Medizin
    6 M. Notaufnahme
    6 M. Intensivmedizin
    Innere & Hämatologie & Onkologie 72 Monate 36 M. Innere & Hämatologie & Onkologie (mind. 24 M. stationär)
    24. M. in mind. Zwei weiteren Fachgebiete der Inneren Medizin
    6 M. Notaufnahme
    6 M. Intensivmedizin
    Innere & Infektologie 72 Monate 36 M. Innere &  Infektologie (mind. 24 M. stationär)
    24. M. in mind. Zwei weiteren Fachgebiete der Inneren Medizin
    6 M. Notaufnahme
    6 M. Intensivmedizin
    bis zu 6 Monate Weiterbildung in Hygiene und Umweltmedizin, Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie und/oder in Öffentlichem Gesundheitswesen
    Innere & Kardiologie 72 Monate 36 M. Innere & Kardiologie (mind. 24 M. stationär)
    24. M. in mind. Zwei weiteren Fachgebiete der Inneren Medizin
    6 M. Notaufnahme
    6 M. Intensivmedizin
    Innere & Nephrologie 72 Monate 36 M. Innere & Nephrologie (mind. 24 M. stationär)
    24. M. in mind. Zwei weiteren Fachgebiete der Inneren Medizin
    6 M. Notaufnahme
    6 M. Intensivmedizin
    Innere & Pneumologie 72 Monate 36 M. Innere & Pneumologie (mind. 24 M. stationär)
    24. M. in mind. Zwei weiteren Fachgebiete der Inneren Medizin
    6 M. Notaufnahme
    6 M. Intensivmedizin
    Innere & Rheumatologie 72 Monate 36 M. Innere & Rheumatologie (mind. 24 M. stationär)
    24. M. in mind. Zwei weiteren Fachgebiete der Inneren Medizin
    6 M. Notaufnahme
    6 M. Intensivmedizin
    Kinder- und Jügendmedizin
    (Pädiatrie)
    60 Monate 6 M. Intensivmedizin für Kinder und Jügendliche bis 12 M. in anderen Gebieten
    Kinder- und Jügendmedizin
    (Pädiatrie) – Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
    24 Monate zusätzlich
    Kinder- und Jügendmedizin
    (Pädiatrie) – Schwerpunkt Neonatologie
    24 Monate zusätzlich
    Kinder- und Jügendmedizin
    (Pädiatrie) – Schwerpunkt Kardiologie
    24 Monate zusätzlich
    Kinder- und Jügendmedizin
    (Pädiatrie) – Schwerpunkt Neuropädiatrie
    24 Monate zusätzlich
    Kinder- und Jügendpsychiatrie und -psychoterapie bis 12 M. in anderen Gebieten
    Neurochirurgie 72 Monate 6 M. Intensivmedizin für neurochirurgische Patienten bis 12 M. in anderen Gebieten
    Neurologie 60 Monate 6 M. Intensivmedizin für neurologische Patienten
    12 Monate Psychiatrie & Psychoterapie
    Psychiatrie und Psychotherapie 60 Monate 12 M. Neurologie
    24 M. stationär
    bis zu 12 Monate Weiterbildung in Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie und/oder im Schwerpunkt Forensische Psychiatrie
    Psychosomatische Medizin und Psychotherapie 60 Monate 12 Monate in anderen Gebieten der somatischen Patientenversorgung bis zu 12 Monate Weiterbildung in Psychiatrie und Psychotherapie und/oder Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
    Radiologie 60 Monate bis 12 M. in anderen Gebieten
    Urologie 60 Monate bis 12 M. in anderen Gebieten

    Dein Zeitplan für den Start als Arzt in Deutschland: Allgemeine Informationen und konkrete Schritte

    Wie lange brauche ich, um als Arzt in Deutschland arbeiten zu können?

    Diese Frage ist für jeden ausländischen Arzt von Interesse, der sich für die Facharztausbildung in Deutschland entschieden hat. Die Antwort ist oft unterschiedlich, individuell und hängt von vielen zeitlichen Faktoren ab, wie z.B.:

    – dem allgemeinen Deutschniveau

    – der Vorbereitung auf die medizinische Fachsprachprüfung

    – dem Verinnerlichen des Gelernten

    – der Beglaubigung und Übersetzung von Unterlagen

    – den Behörden – Fristen (für die Bearbeitung der Unterlagen)

    – dem Visum (für EU-Bürger nicht erforderlich)

    – dem Familienstand

    – der gewünschten Spezialisierung

    – dem gewünschten Arbeitsort

    – dem aktuellen Arbeitsort

    – und vieles mehr.

    Im Allgemeinen ist es möglich innerhalb von 5 bis 6 Monaten mit der Facharztausbildung in Deutschland zu beginnen, wenn du das richtige Sprachniveau hast, die Prozesse kennst, die du durchlaufen musst, einen Abschluss hast und nach einem Plan vorgehst

    Aber wie findet man das alles heraus? Der erste Schritt besteht darin, einen Zeitplan zu erstellen.

    Was beinhaltet ein Zeitplan?

    Ein Zeitplan sollte spezifische Informationen enthalten, wie z.B.:

    – die einzelnen Phasen, die du durchlaufen musst,

    – die Dauer der einzelnen Phasen des Prozesses

    – mögliche Verzögerungen oder Engpässe

    – die Zusammenhänge und Übergänge zwischen den unterschiedlichen Phasen

    Bei der Zeitplanung sollte auch besonders darauf geachtet werden, ob zwei verschiedene Prozesse (z. B. die Übersetzung und Beglaubigung von Dokumenten und die Vorbereitung auf die Fachsprachprüfung) gleichzeitig durchgeführt werden können. So kannst du dir ein genaueres Bild davon machen, wie lange es dauern wird, bis du dein Ziel erreichst, und ob es möglich ist, den Prozess zu beschleunigen. Es ist eine gute Idee, unvorhersehbare Verzögerungen in den Zeitplan zu berücksichtigen, z. B.: Was passiert, wenn du eine der Prüfungen nicht bestehst und wie viel Zeit würdest du dadurch verlieren. So kannst du dir auch ein besseres Bild von den Kosten machen, die mit der Umsetzung des Plans verbunden sind.

    Was ist wichtig am Zeitplan und was sind die wichtigsten Etappen darin?

    Es ist wichtig, dass dein Zeitplan eine klare Struktur und Abfolge hat.

    Die wichtigsten Etappen eines Zeitplans sind:

    – Informieren (Wann sollte ich mit der Suche nach Informationen beginnen? Wie lange dauert es?)

    – Sprachliche Vorbereitung (Wann fange ich an, Deutsch zu lernen? Wie lange dauert es?)

    – Dokumentation (Wann beginne ich mit der Vorbereitung der Unterlagen? Wie lange dauert das?)

    – Bewerbung und Vorstellungsgespräch (Wie lange dauert es?)

    – Reise nach Deutschland (Wann sollte ich mit der Wohnungssuche beginnen? Wie lange dauert es, eine Wohnung zu finden, sich vor Ort anzumelden usw.?)

    Informationen (Wann beginne ich mit der Suche nach Informationen? Wie lange dauert das?)

    Der erste Schritt der meisten Ärzte, die nach Deutschland möchten, ist Informationen zu sammeln. Dies ist einer der wichtigsten und zeitaufwändigsten Prozesse, der für die Entscheidung, sich in Deutschland zu spezialisieren, grundlegend ist. Am besten beginnst du schon während deines Studiums mit der Informationssuche. Je besser du vor deinem Abschluss informiert bist, desto mehr Zeit wirst du nach deinem Abschluss sparen können. Der Informationsprozess ist ein langwieriger Prozess, der Monate oder Jahre dauern kann. Oft ist es auch am kompliziertesten auszufüllen, da es entweder zu viele oder zu wenige Informationen gibt und die Quellen widersprüchlich sein können.

    inmedTipp:

    Wenn du deine Spezialisierung so bald wie möglich beginnen möchtest, solltest du dich ab dem 4. Studienjahr informieren. Informiere dich aus so vielen Quellen wie möglich und vertraue nicht nur Freunden und Bekannten.

    Sprachliche Vorbereitung (Wann sollte ich mit dem Lernen einer Sprache beginnen? Wie lange dauert es?)

    Neben der Information spielt die sprachliche Vorbereitung eine wichtige Rolle für deinen Zeitplan. Hier gilt die Regel “Je früher, desto besser”. Für die Aufnahme einer ärztlichen Tätigkeit in Deutschland ist das C1-Niveau definitiv empfehlenswert. Wenn du bei null anfängst, benötigst du etwa 3-4 Monate pro Sprachniveau (A1, A2, B1, B2, C1).

    Theoretisch könntest du also in eineinhalb Jahren das C1-Niveau erreichen. In der Praxis ist dies jedoch oft nicht machbar, da man nicht genug Zeit hat, um sich allein auf die Sprache zu konzentrieren (schließlich hast du auch noch Staatsexamen, Famulaturen usw.)

    Wenn du deine Facharztausbildung in Deutschland so schnell wie möglich nach dem Studium beginnen möchtest, solltest du spätestens im dritten Studienjahr mit dem Deutschlernen beginnen oder dir nach dem Studium genügend Zeit nehmen, um dich ganz dem Sprachtraining zu widmen.

    Vegiss nicht, dass du neben der allgemeinen Vorbereitung auf die deutsche Sprache auch Zeit für die Vorbereitung auf das medizinische Deutsch benötigst (mind. 2 bis 3 Monate).

    inmedTipp:

    Beginne mit Gruppenkursen von A1 bis B1 und versuche dann, einen Privatlehrer zu finden, der dich von B1 suf C1 vorbereitet.

    Versuche außerdem deutsche Webseiten zu lesen, schaue dir YouTube-Videos auf Deutsch an und versuche auch, so viel wie möglich Deutsch zu sprechen (z. B. mit deinem Lehrer).

    Dokumentation (Wann sollte ich mit der Vorbereitung der Dokumente beginnen? Wie lange dauert das?)

    Diese Phase schließt sich an die letzte Phase der sprachlichen Vorbereitung an. Das Beglaubigen, Übersetzen und Einreichen der Dokumente nehmen abhängig von deiner persönlichen Situation unterschiedlich viel Zeit in Anspruch.

    Wichtige Zeitfaktoren hier sind:

    – die Anforderungen des Bundeslandes, in dem du die Approbation beantragst

    – Dein Status (ob du berufstätig bist, aus welchem Land du kommst)

    – die Aktualität deiner Unterlagen

    Bei einer richtigen Ausführung sollte dies innerhalb von 1 bis 3 Monaten abgeschlossen werden.

    inmedTipp:

    In den einzelnen Bundesländern gelten unterschiedliche Fristen für die Einreichung der Dokumente. Um vorbereitet zu sein, informiere dich im Voraus ausführlich über das Bundesland, in dem du die Approbation beantragen möchtest.

    Bewerbung und Vorstellungsgespräch (Wie lange dauert es?)

    Die Bewerbung um eine Stelle ist ein spezifischer Prozess, der viel Zeit in Anspruch nehmen kann.

    Für diese Phase solltest du mindestens 1-2 Monate einplanen. Denk daran, dass es selbst nach einem erfolgreichen Vorstellungsgespräch bis zu 2 Monate dauern kann, bis du tatsächlich anfangen kannst zu arbeiten. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein, z. B. administrative Verzögerungen seitens des Krankenhauses oder der Approbationsbehörden.

    inmedTipp:

    Wenn du mit einer Agentur zusammenarbeitest, kannst du viel schneller die richtige Stelle für dich finden und den Prozess verkürzen.

    Umzug nach Deutschland (Wann sollte ich mit der Wohnungssuche beginnen? Wie lange dauert es, eine Wohnung zu finden, sich anzumelden usw.?)

    Die letzte Phase deines Zeitplans sollte die Zeit berücksichtigen, die du für deinen Umzug nach Deutschland brauchst.

    Es ist eine gute Idee, mit der Wohnungssuche zu beginnen, sobald du weißt, dass du eine Stelle hast  und wann du voraussichtlich anfangen wirst. Die Suche kann ein paar Tage, aber auch ein paar Wochen in Anspruch nehmen. Wenn die Stadt, in die du ziehen möchtest, groß ist, musst du möglicherweise mehr als einen Monat lang suchen. Vergiss nicht, dir mindestens 10 Tage Zeit für den Umzug zu nehmen. Dies ist die Zeit, die du brauchen wirst, um dich in der neuen Umgebung zurechtzufinden und dich an den neuen Ort zu gewöhnen.

    inmedTipp:

    Versuche, eine kurzfristige Lösung (für die ersten Monate) zu finden, z. B. eine Ferienwohnung oder Airbnb, und suche erst danach, wenn du vor Ort bist nach einer festen Wohnung.

    Wie profitiere ich von der Zusammenarbeit mit einer Agentur?

    Die meisten Agenturen haben eine klare Vorstellung davon, wie sie den optimalen und effizientesten Zeitplan für ihre Kunden erstellen können. Die Zusammenarbeit mit einer Agentur würde dir also nicht nur helfen, keine wertvolle Zeit zu verlieren, sondern auch die verfügbare Zeit optimal zu nutzen. Die Agentur hat Erfahrung in jeder Phase des Prozesses und verfügt über die notwendigen Kontakte, die sich als äußerst hilfreich erweisen und dir viel Zeit und Mühe ersparen können.

    Max Mustermann Fachrichtung Innere Medizin und Kardiologie Aktuelles Sprachniveau B2 (6)

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      Die Hospitation als Gastarzt in einer deutschen Klinik

      Was ist eine Hospitation

      Eine Hospitation ist eine Art Praktikum im Krankenhaus. Diese erfolgt i.d.R. im Zusammenhang mit einem Vorstellungsgespräch im Klinikum. Du besuchst das Krankenhaus für einen oder mehrere Tage, um Einblicke in den Klinikalltag zu bekommen. Gleichzeitig dient die Hospitation oft auch als eine Art „Probearbeiten“, damit das Klinikteam einen besseren Eindruck von dir bekommt und die Entscheidung trifft, ob du dort eingestellt wirst.

      Abgrenzung Hospitation / Praktikum / Famulatur

      Eine Hospitation fällt wesentlich kürzer aus, als ein Praktikum. So dauert die Hospitation i.d.R. wenige Tage bis max. 1-2 Wochen. Die Hospitation ist i.d.R. unvergütet.

      Ein Praktikum kann mehrere Monate dauern. Hierfür schließt du mit dem Klinikum ein Praktikumsvertrag ab und bekommst eine Praktikumsvergütung.

      Eine Famulatur dient dazu, deine Ausbildung praktisch zu ergänzen – diese wird also bereits im Rahmen des Studiums durchgeführt und kann ebenso mehrere Monate dauern. Ob du für die Famulatur eine Vergütung bekommst, hängt vom jeweiligen Klinikum ab.

      Ist es sinnvoll, eine Hospitation zu machen?

      Wenn du eine Einladung zum Vorstellungsgespräch in einem Klinikum bekommen hast, ist es immer sinnvoll, dieses mit einer Hospitation zu verbinden, die mindestens 1 Tag dauert.

      Im Rahmen der Hospitation hast du die Möglichkeit, nicht nur den Chefarzt kennenzulernen, sondern auch einen Großteil des Klinikteams. Du gewinnst einen besseren Eindruck von dem Arbeitsklima und der Arbeitsweise im Klinikum. Dies hilft dir bei deiner Entscheidung, ob die Stelle für dich geeignet ist.

      Was macht ein Arzt im Rahmen der Hospitation?

      Als Hospitant bist du ein Gastarzt ohne Patiententätigkeit. Das bedeutet, dass du i.d.R. keine ärztlichen Tätigkeiten selbst ausüben darfst, sondern nur die Ärzte auf Station begleitest und zusiehst.

      Die Hospitation beginnt i.d.R. direkt morgens wie ein normaler Arbeitstag im Klinikum. Du nimmst mit den anderen Ärzten an der Frühbesprechung teil, in der die Übergabe der Patienten vom Nachtdienst erfolgt und die Patienten und weitere Aufgaben für den Tag besprochen werden. Danach gehst du mit einem der Ärzte auf Patientenvisite auf der Station und begleitest ihn bei seinen weiteren Aufgaben. Du darfst mit den Patienten sprechen, solltest aber immer klarstellen, dass du dort nur als Hospitant tätig bist. Ärztliche Tätigkeiten darfst du nur unter der genauen Anleitung und in der Anwesenheit eines erfahrenen Arztes durchführen.

      Wie bereite ich mich optimal für eine Hospitation vor?

      Vor der Hospitation solltest du dich gut über das Klinikum informiert haben. Auf der Internetseite des Klinikums oder von deinem persönlichen Berater der Agentur, mit der du zusammenarbeitest, bekommst du relevante Informationen über das Klinikum und der Abteilung. Wichtig ist, dass du alle Namen der Belegschaft sowie das Leistungs- und Behandlungsspektrum des Klinikums kennst. Weitere Informationen bzgl. der jährlichen Patientenanzahl oder der Bettenanzahl sind auch wichtig für dich. Am wichtigsten ist es, dir im Vorfeld Fragen zu überlegen, die du den Chefarzt und den Kollegen im Rahmen der Hospitation stellen kannst. Diese sollen so formuliert sein, dass sie gleichzeitig dein Interesse gegenüber dem Klinikum zeigen und dir die notwendigen Informationen verschaffen, damit du einen möglichst guten Einblick in den Arbeitsalltag in diesem Klinikum bekommst.

      Wir hoffen, dass dieser Beitrag hilfreich für dich war. Schaue dir die folgenden Videos an, in denen unsere Kandidatinnen über ihre Erfahrungen im Rahmen der Hospitation berichten. Wenn du noch Fragen hast, melde dich gerne bei uns.

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        Arbeitszeiten und Arbeitszeitenmodelle in deutschen Kliniken

        Die Arbeitszeiten während der Assistenzarztzeit unterscheiden sich je nachdem, in was für einer Gesundheitseinrichtung und in welchem Fachgebiet man arbeitet.  In diesem Blogbeitrag erfährst du, wie die gesetzlich vorgesehenen Arbeitszeiten für Ärzte in Deutschland geregelt sind, sowie welche Arbeitszeitenmodelle es in deutschen Kliniken gibt und was die Vor- und Nachteile jedes Modells sind.

        I. Gesetzliche Grundlagen

        Laut der gesetzlichen Regelungen in Deutschland darf die wöchentliche Arbeitszeit bei einer Vollzeitbeschäftigung maximal 48 Stunden (8 Stunden pro Tag) betreffen. Das schließt auch Überstunden, Bereitschafts- und Rufdienste und Pausen ein. Es handelt sich dabei um eine Durchschnittliche Arbeitszeit auf das ganze Jahr gesehen. Sie dürfen also in der einen Woche mehr als 48 Stunden arbeiten, dies muss aber in den kommenden Wochen durch entsprechende Freizeit ausgeglichen werden.

        II. Ausnahmen im ärztlichen Bereich

        Das hohe Arbeitsaufkommen und der steigende Personalmangel in Deutschland führen dazu, dass Ärzte manchmal mehr arbeiten müssen. So liegt die wöchentliche Arbeitszeit oft bei mindestens 52 Stunden. Aus diesem Grund gibt es im ärztlichen Bereich Ausnahmen von der 48-Stunden-Regelung, die es ermöglichen, dass Ärzte mehr arbeiten, ohne dass gegen rechtliche Vorschriften verstoßen wird.

        Opt-Out-Erklärung

        So wurde vor einigen Jahren In Deutschland die sog. Opt-Regelung eingeführt. Diese ermöglicht, dass Ärzte länger als 48 Stunden pro Woche arbeiten dürfen, sobald sie sich damit einverstanden erklären.

        Was bedeutet das für dich? Zu Beginn deiner Anstellung wird dir, zusätzlich zu deinem regulären Arbeitsvertrag, die sog. eine Opt-Out-Erklärung zum Unterschreiben vorgelegt. Mit Deiner Unterschrift erklärst Du dich bereit, mehr als 48 Stunden wöchentlich zu arbeiten. Das Unterschreiben dieser Erklärung ist grundsätzlich freiwillig, bei vielen Kliniken ist das aber trotzdem eine Einstellungsvoraussetzung. Solltest du also die Erklärung aber nicht unterschreiben, läufst du Gefahr, dass das Klinikum doch keinen Arbeitsvertrag mit dir abschließt. Wichtig zu wissen ist auch, dass du die von dir unterschriebene Erklärung jederzeit mit einer Frist von 6 Monaten widerrufen kannst.

        III. Arbeitszeiten und Arbeitszeitenmodelle in deutschen Kliniken

        In den verschiedenen Krankenhäusern gibt es verschiedene Arbeitszeitmodelle.

        1.Dienstsystem

        Das gängigste Arbeitszeitmodell in deutschen Kliniken ist das Arbeiten nach Diensten. Bei diesem Arbeitszeitmodell wird die Haupttätigkeit (Patientenaufnahme, Untersuchungen, planmäßige Operationen und sonstige Stationsarbeiten) tagsüber während der regulären Arbeitszeit (i.d.R: Mo-Fr) erledigt (der sog. Tagesdienst). Nachts und an Wochenenden werden vor allem Notfälle behandelt, so dass ein Arzt mehrere Stationen betreuen kann. Die Arbeit außerhalb der regulären Tagesarbeitszeit wird durch Dienste abgedeckt. Folgende Dienste sind zu unterscheiden:

        1.2. Der Bereitschaftsdienst im Klinikum: Bereitschaftsdienste sind Dienste, bei denen sich der Arzt außerhalb der regulären Arbeitszeiten im Klinikum aufhält und für anfallende Aufgaben bereitsteht.

        Bereitschaftsdienste unter der Woche: Du arbeitest 8 Stunden regulär und hältst dich weitere 16 Stunden im Krankenhaus für Notfälle bereit. Für die 16 Stunden bekommst du ein Zimmer im Krankenhaus, in dem du schlafen kannst (in den meisten Fachbereichen bekommst du allerdings selten mehr als 4 Stunden Schlaf pro Nacht).

        Bereitschaftsdienste am Wochenende: Wenn Du einen Wochenenddienst hast, zählt dieser komplett als Bereitschaftsdienst (24 Stunden).

        Länger als insgesamt 24 Stunden darf ein Dienst aber nicht dauern.

        Die Bereitschaftsdienste zählen zur regulären Arbeitszeit, werden allerdings nicht voll, sondern nur prozentual vergütet (z.B. nur 70% der Zeit).

        1.2. Rufdienst (oder auch Rufbereitschaft): Auch hier muss sich der Arzt für den Bedarfsfall (i.d.R. für Notfälle und Notoperationen) bereithalten. Allerdings muss er sich in diesem Fall, im Gegensatz zu den Bereitschaftsdiensten, nicht im Krankenhaus aufhalten, sondern lediglich erreichbar sein und schnell zum Krankenhaus fahren können, falls er gebraucht wird. Anders als der Bereitschaftsdienst zählt die Rufbereitschaft nicht als reguläre Arbeitszeit. Als Arbeitszeit zählen nur die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden während der Rufbereitschaft. Für die Rufbereitschaft bekommt man i.d.R. eine Pauschalbezahlung. Wird man gerufen, bekommt man für die tatsächliche Arbeitszeit den im Arbeitsvertrag vereinbarten Stundenlohn zzgl. eventueller Zulagen (z.B. bei Nacht- und Wochenendarbeit).

        Wie viele Dienste muss man im Monat leisten?

        In der Regel muss man 4-6 Bereitschaftsdienste im Monat, davon mindestens 1 Wochenenddienst leisten. Manchmal, wenn Kollegen z.B. krankheitsbedingt ausfallen oder das Klinikum oder die Abteilung unterbesetzt sind, kann es vorkommen, dass man auch bis zu 8-9 Bereitschaftsdienste im Monat hat. Dies ist aber meistens eine Ausnahme.

        Vor- und Nachteile des Dienstsystems

        Die Vorteile dieses Arbeitszeitmodells sind, dass die regelmäßige Arbeitszeit tagsüber stattfindet und du nur ein paar Dienste im Monat übernehmen musst. Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die zusätzliche Bezahlung, die man für die Nacht- und Wochenenddiensten bekommt, das dein Nettogehalt nicht unerheblich erhöht. Der Nachteil ist die fehlende Regelmäßigkeit. Dein Vorgesetzter darf Dienste anordnen, wenn dies notwendig ist. Dadurch hast du keine regelmäßigen Arbeitszeiten.

        2.Schichtsystem 

        Auf manchen Stationen ist die Arbeit in Schichten aufgeteilt. Das ist insbesondere der Fall auf Intensivstationen, wo die kontinuierliche Versorgung der Patienten gewährleistet werden muss. Deswegen arbeiten die Ärzte dort in 2 Schichten á 12 Stunden oder in 3 Schichten á 8 Stunden.

        Vor- und Nachteile dieses Systems

        Der Vorteil dieses Systems sind die “geregelten” Arbeitszeiten. Es werden keine spontanen Dienste vom Vorgesetzten angeordnet und du kannst deine Zeit etwas besser planen. Außerdem gibt es bei diesem Modell keine 24-Stunden-Dienste, da die Arbeitszeit auf maximal 12 Stunden begrenzt ist. Die Nachteile sind, dass du nur selten ein klassisches Wochenende hast, da die Schichten so verteilt sind, dass du regelmäßig auch am Wochenende arbeiten musst. Auch was das Gehalt angeht, ist dieses System eher von Nachteil, da du keine zusätzliche Vergütung für Bereitschaftsdienste bekommst.

         

        Fazit

        Zusammenfassend kann man sagen, dass man als Arzt, insbesondere in einer Universitäts- oder Akutklinik mit vielen Arbeitsstunden und schlaflosen Nächten rechnen sollte. Die guten Nachrichten sind, dass der Arbeitnehmer in Deutschland gesetzlich so gut geschützt ist, wie in kaum einem anderen Land. Die gesetzlichen Regelungen sorgen dafür, dass es Höchstarbeitsgrenzen gibt, die eingehalten werden müssen. Für die Einhaltung ist hauptsächlich der Arbeitgeber verantwortlich und er ist auch derjenige, der bei Verstößen haftet.

        Unser Tipp: Informiere dich schon im Vorstellungsgespräch darüber, welche Arbeitszeitregelungen im Krankenhaus gelten, nach welchem Modell man arbeitet, wie viele Dienste man in der Regel leisten muss und wie diese vergütet werden.

         

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          Assistenzarzt in einem Klinikum für Frührehabilitation: Sinnvoller Karrierestart für angehende Fachärzte Blogbeitrag + Video

          Die Frührehabilitation schließt direkt an die Akutbehandlung an. Frührehabilitation ist die frühestmöglich einsetzende Kombination aus akutmedizinischer und rehabilitationsmedizinischer Behandlung von Krankenhauspatienten verschiedener medizinischer Fachgebiete mit einer akuten Gesundheitsstörung und relevanter Beeinträchtigung verschiedener Körperfunktionen. Frührehabilitation findet in der Regel schon während der stationären Krankenhausbehandlung statt, das bedeutet: in der frühen Phase der Versorgung. In den meisten Fällen erfolgt die Frührehabilitation aber im Anschluss an die Krankenhausbehandlung in anderen, dafür spezialisierten Kliniken.

          In Deutschland meistverbreitet ist die neurologische Frührehabilitation. Im Bereich der neurologischen Rehabilitation gibt es ein sogenanntes Phasenmodell. Es umfasst die Phasen A bis F, die sich am Hilfebedarf des Patienten orientieren.

          Die folgende Tabelle zeigt die verschiedenen Phasen der neurologischen Rehabilitation:

           

          Phase Behandlung Art
          Phase A: Akutbehandlung (Stroke Unit, Intensivstation oder Normalstation) Sicherung lebenswichtiger Körperfunktionen (Atmung, Kreislauf etc.) Akut
          Phase B: Frührehabilitation Intensivmedizinische Betreuung (Stabilisierung von Herz, Kreislauf und Atmung) Akut / Reha
          Phase C: Weiterführende Rehabilitation Mobilisierung und Wiederherstellung der Selbstständigkeit (Essen, Anziehen etc.) Reha
          Phase D: ABH (Abschlussheilbehandlung) Steigerung der Alltagsfähigkeiten Ziel: Das Erreichen einer weitgehenden Selbstständigkeit Reha
          Phase E (berufliche Reha und Nachsorge) Berufliche Wiedereingliederung Reha
          Phase F: Langzeitpflege Dauerhafte Hilfe für Patienten, die darauf angewiesen sind Reha

           

          In der neurologischen Frührehabilitation (Phase B) erfolgt die Behandlung bei folgenden Erkrankungen:

          • Alle Formen der zerebralen Durchblutungsstörungen (z. B. Schlaganfälle, Hirnblutungen)
          • Hypoxische Hirnschäden (inkl. Wachkoma)
          • Schweres Schädelhirntrauma
          • Schweres Polytrauma unter Mitbeteiligung von Gehirn, Rückenmark, Nervenplexus und peripheren Nerven
          • Zustand nach neurochirurgischen Eingriffen
          • Bösartige Tumoren
          • Schwere Entzündungen des Gehirns (Meningitis, Enzephalitis)
          • Polyneuropathie z.B. nach langer intensivmedizinischer Behandlung

          Die neurologische Frührehabilitation hat in den vergangenen Jahren rasant an Bedeutung gewonnen. Das liegt insbesondere an den therapeutischen Fortschritten im Bereich der Neurologie sowie an der wachsenden Anzahl von Patienten mit neurologischen Erkrankungen.

          Daher kann der Start in einer Klinik für Frührehabilitation sehr sinnvoll sein und ist auch zu empfehlen.

          Hier ist der Alltag zwar auch alles andere als ruhig und gelassen, man kann aber umfassende Einblicke in die gesamte Komplexität von Krankheiten oder körperlichen Einschränkungen der Patienten bekommen. In den Kliniken, die auf Frührehabilitation spezialisiert sind, sammeln sich häufig Patienten mit sehr interessanten Krankheitsbildern. Der Aufenthalt der Patienten in einer solchen Klinik dauert deutlich länger als in einem Akutkrankenhaus. Somit kann sich der Arzt länger mit dem Patienten und seinem Krankheitsbild auseinandersetzen und auch andere fachspezifischen Krankheitsbilder zu erlernen. Dabei profitieren die jungen Ärzte von der Zusammenarbeit mit einem interdisziplinären Spezialisten-Team aus Ärzten der Neurologie, der Inneren Medizin, der Neurochirurgie, Atemtherapeuten, Pflege-, Ergo-, Physio- und Sporttherapeuten, Neuropsychologen, Logopäden, Masseuren und Sozialarbeitern.

          Welche Fachbereiche kann man in einer Klinik für Frührehabilitation abdecken?

          Der Start in einer Klinik für Frührehabilitation eignet sich insbesondere für Ärzte, die sich für einen der folgenden Fachbereiche interessieren:

          • Neurologie
          • Innere Medizin (inkl. Gastroenterologie, Endokrinologie, Kardiologie, Nephrologie, Angiologie)
          • Allgemeinmedizin
          • Notfallmedizin
          • Intensivmedizin

           

          Aber auch für andere Bereiche, wie z.B. die Radiologie und die Neurochirurgie, kann der Beginn in einer solchen Klinik von Vorteil sein, um relevante Kenntnisse und Erfahrungen zu sammeln.

          Neben ihrer neurologischen Grunderkrankung leiden viele der Patienten auch an weiteren relevanten Erkrankungen (z. B. internistischen Begleiterkrankungen). Diese werden auch in den Kliniken für Frührehabilitation behandelt. Deswegen steht in einigen solchen Kliniken ein umfassendes Spektrum an Untersuchungsverfahren und Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, wie z.B.:

          • Endoskopie (z.B. PEG – Perkutane endoskopische Gastrostomie)
          • Internistische und neurologische Ultraschalluntersuchungen (Abdomensonographie; Herzkatheteruntersuchungen; extra- und intrakranielle Doppler und Duplexsonographie, Ultraschall des Muskels sowie der peripheren Nerven
          • Überwachung von Therapie von Herz, Kreislauf und Atmung
          • Röntgendiagnostik
          • EEG (Elektroenzephalographie)
          • Elektroneurographie und Elektromyographie
          • Evozierte Potentiale
          • FEES (Flexible endoskopische Evaluation des Schluckaktes) mit Ausbildungszertifikat
          • Liquordiagnostik
          • Computertomographie mit Angiographie
          • Kernspintomographie
          • Neuromonitoring mit Hirndrucküberwachung
          • 24h-EEG-Monitoring
          • Plasmapherese
          • Immunadsorption
          • Beatmungstherapie
          • Nierenersatzverfahren und Plasmapherese

           

          Viele junge Ärzte tendieren nach Abschluss des Medizinstudiums zu einem Beginn in einem Akutkrankenhaus. Der Job als Arzt in einer Akutklinik ist jedoch mit unvorhergesehenen Notfällen und einem ziemlich stressigen Arbeitsablauf verbunden. Insbesondere für ausländische Ärzte, die noch keinerlei Erfahrung in einem deutschen Krankenhaus haben, kann der Einstieg in einer Akutklinik sehr schwierig sein. Aufgrund der verkürzten Liegezeiten in den Akutkrankenhäusern erfolgen die Verlegungen früher und die Reha-Kliniken müssen Aufgaben übernehmen, die vor einigen Jahren noch in der Akutklinik angesiedelt waren. Die Ärzte in einer solchen Klinik behandeln also Patienten, bei denen der Gesundheitszustand ähnlich ist, wie in der Akutklinik. Ein Arzt in der Rehabilitationsklinik

          FSP Potsdam // 29.05.2020 // Prüfungsprotokoll

          Am 29. Mai 2020 hat einer unserer Teilnehmer seine medizinische Fachsprachprüfung (FSP) in Potsdam abgelegt und mit Bravour bestanden. Der Fall den er bekam, war etwas außergewöhnlich und zeigt, dass die Prüfer der Ärztekammern sich immer neue Geschichten und Fälle einfallen lassen, um Sie und Ihre sprachlichen Fertigkeiten auf den Prüfstand zu stellen. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle einen Rat ans Herz legen, der für alle Ärztinnen und Ärzte gilt: lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen! In der FSP werden Ihre sprachlichen Kenntnisse und Ihre Art der Kommunikation getestet. Sollten Sie eine Frage nicht beantworten können, ist das ok. Dann wissen Sie bitte, wie Sie damit umgehen sollen und wie Sie sprachlich darauf reagieren. 

          Sie alle haben Ihr Medizinstudium bereits geschafft, dann schaffen Sie die FSP mit Links! 

          Ich hoffe sehr, dass Ihnen der unten beschriebene Fall hilft bei Ihrer Vorbereitung! 

          An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an den Verfasser der Dokumentation, Sie haben das wirklich perfekt zusammengefasst! Und auch hier nochmal: Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg für Ihre Karriere in Deutschland. 

          Autor: Nina Colette (ärztesprech)

          Sehen Sie sich hier auch unser Video-Interview mit unserem Teilnehmer an, in dem er über seine Erfahrungen währen der FSP berichtet:

          Prüfungsprotokoll Potsdam / Mai 2020

          Frau Dr. XXX
          Musterstraße 18,
          12345 Potsdam 

          Potsdam, 29.05.2020 

          Sehr geehrte Kollegin, 

          wir berichten Ihnen nachfolgend über Herrn Martin Hartmann, geb. am 20.05.1990, wohnhaft in Musterstraße 20, 23456 Potsdam, der sich vom 23.04.2020 bis 03.05.2020 in unserer stationären Behandlung befand. 

          Diagnose 

          Verbrennungstrauma am Thorax 2. Grades 

          Herr Martin Hartmann stellte sich am 23.04.2020 wegen seit zwei Stunden bestehender Hautverbrennung am vorderen Teil des Brustkorbes vor, die er beim Grillen von einer großen Flamme bekommen habe. Dabei habe der Patient sofort starke Schmerzen verspürt und es hätten sich an der Haut des Brustkorbes Hautblasen und Rötung gebildet. Der Patient berichtete, dass er zwei Tabletten Paracetamol eingenommen habe, welche die Schmerzen teilweise gelindert hätten. Dyspnoe und Husten wurden verneint. 

          Als Vorerkrankungen gab der Patient an, an einer gastroösophagealen Refluxkrankheit zu leiden, die mit Omeprazol eingestellt worden sei. An Voroperationen habe er sich einer Schulterluxation vor 3 Jahren und einer Patellafraktur-Op nach einem Autounfall 2010 unterzogen. 

          Bis auf Einschlaf- und Durchschlafstörungen war die vegetative Anamnese unauffällig. 

          Nikotinkonsum wurde mit 7.5 py bejaht. Der Patient trinke fünf bis sieben Flaschen Bier pro Tag und drei Gläser Likör pro Woche. Drogenabusus wurde verneint. 

          In der Familienanamnese fanden sich ein Mammakarzinom bei der Mutter, das operativ behandelt worden sei, ein Pankreaskarzinom beim Bruder, das mit einer Teilresektion behandelt worden sei und ein Polytrauma beim Vater. 

          Der getrennte Elektriker wohne zurzeit in einer Mietwohnung. Er befindet sich aktuell unter Stress wegen seiner Scheidung. 

          Herr Hartmann, ein 30-jähriger Patient, war in schmerzbedingt reduziertem Allgemeinzustand sowie normalem Ernährungszustand. Zu allen vier Qualitäten war er orientiert. Klinisch fanden sich Erythema, zahlreiche Hautblasen und Druckdolenz an der Haut des vorderen Brustkorbes mit ca. 9% der Hautoberfläche sowie Tachykardie. Die übrige klinische Untersuchung war unauffällig. 

          Die stationäre Aufnahme erfolgte mit dem Verdacht auf ein Verbrennungstrauma am Thorax 2. Grades.  

          Laborchemisch wurden ein regelrechtes Hämoglobin und leicht erhöhte Entzündungsparameter nachgewiesen.  

          Radiologisch stellten sich keine Auffälligkeiten dar. 

          Nach entsprechender Vorbereitung und Aufklärung des Patienten wurden die Wunden unter Vollnarkose versorgt. Im Anschluss erhielt der Patient Breitspektrum-Antibiotika, hochdosierte Analgetika, Volumen- sowie Elektrolytsubstitution.  

          Im Verlauf verbesserte sich der Zustand des Patienten, daher konnte er am 03.05.2020 entlassen werden. 

           Medikation bei Entlassung: 

          Paracetamol 500mg 1-1-1 

          Ciprofloxacin 500mg 1-0-1 

           Wir entlassen den Patienten in deutlich gebessertem Allgemeinzustand in Ihre geschätzte ambulante Betreuung und bitten um regelmäßige Wundkontrollen. 

          Eine ambulante Wiedervorstellung bei uns zur Kontrolle wurde mit dem Patienten in zwei Wochen vereinbart. 

          Bei etwaigen Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.  

          Mit freundlichen kollegialen Grüßen 

          A.A. M. Fernandez 

          KOMMENTAR: 

          Die Prüfer waren immer nett (immer wenn sie den Patienten oder den Arzt nicht gespielt haben).  

          Im dritten Teil hat mir der Prüfer von Anfang an gesagt, dass ich den Fall vorstellen soll, als ob ich den Patienten schon nach Hause entlassen hätte. 

          Als ich mit der Fallvorstellung begonnen habe, hat der Prüfer mich fast sofort unterbrochen und mir gesagt, dass ich die Sozialdaten des Patienten nicht vorzustellen brauche. Dann wollte er auch keine Vorgeschichte oder andere Daten vom Patienten hören. Er wollte nur hören, wie und warum der Patienten kam, was ich mit dem Patienten in der Rettungsstelle gemacht habe und wie der Verlauf während des stationären Aufenthalts war. 

          Ihr solltet erwarten, dass der Prüfer während der Fallvorstellung mehrmals unterbricht und ihr solltet sofort auf die Fragen reagieren, das wird bewertet. 

          Fachbegriffe:  

          GCS (Glasgow-Coma-Scale), STEMI und andere zwei, an die ich mich nicht richtig erinnere, aber sie waren einfach. 

          Mit freundlichen Grüßen 

          Miguel Fernandez.