Ratgeber

Fachsprachprüfung in Deutschland

erstellt in Kooperation mit ärztesprech

Die Fachsprachprüfung

Ausländische Ärzte, die in Deutschland berufstätig sein möchten, müssen sich einer medizinischen Fachsprachprüfung unterziehen.

Die Fachsprachprüfung wird immer in Deutschland abgelegt. In den meisten Bundesländern wird die Prüfung vor der zuständigen Landesärztekammer durchgeführt. In den Bundesländern Hessen, Saarland und Schleswig-Holstein wird die Fachsprachprüfung von anderen staatlich anerkannten Einrichtungen, die ähnliche Prüfungen stellen, durchgeführt (telc B2-C1 Medizin Fachsprachenprüfung oder Patientenkommunikationstest).

Ziel der Prüfung ist es die mündlichen wie schriftlichen berufsbezogenen Sprachkenntnisse zu prüfen, um den Anforderungen der Kommunikation im Alltag der Ärzte gerecht zu werden.

Um zu der Fachsprachprüfung zugelassen zu werden, müssen Sie Allgemein-Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 nachweisen. Der Nachweis sollte durch ein Sprachzertifikat erfolgen, das von einer nach GER (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen) anerkannten Einrichtung erstellt wurde (z.B. Goethe, Telc oder DSD).

Eine Ausnahme hiervon macht die Prüfung telc B2-C1 Medizin Fachsprachprüfung, die in den Bundesländern Hessen, Saarland und Schleswig-Holstein anerkannt wird. Da diese Prüfung aus zwei Teilen besteht – B2 Allgemein- und C1-Medizin, müssen Sie nicht unbedingt ein B2-Zertifikat vorlegen, um zu der Prüfung zugelassen zu werden. Wir empfehlen es Ihnen trotzdem auch in diesem Fall, sich zuerst einer B2-Prüfung zu unterziehen, bevor Sie mit der Vorbereitung auf die medizinische Fachsprache weitermachen. Dies würde Ihnen zum Einen eine größere Sicherheit geben, zum Anderen vermeiden Sie etwaige Diskussionen mit den Approbationsbehörden darüber, ob diese Prüfung wirklich ausreicht um auch die vorausgesetzten Kenntnisse der Allgemeinsprache nachzuweisen.

In der Regel müssen Sie zunächst einen Approbationsantrag bei der zuständigen Behörde stellen. Nach Prüfung Ihrer Unterlagen bekommen Sie eine Eingangsbestätigung durch die Approbationsbehörde. Je nach Bundesland müssen Sie sich dann entweder selbst bei der zuständigen Ärztekammer für die FSP anmelden oder Sie werden automatisch durch die Approbationsbehörde angemeldet.

In den Bundesländern Hessen, Schleswig-Holstein und Saarland läuft das Verfahren ein bisschen anders. Da dort die Prüfung nicht durch die Ärztekammer durchgeführt wird, können Sie sich zuerst selbständig für die Prüfung anmelden (es gibt mehrere Institutionen, die die Fachsprachprüfung von telc und den Patentenkommunikationstest anbieten). Nachdem Sie das Prüfungsergebnis bekommen haben, können Sie den Approbationsantrag stellen.

In beiden Fällen muss die Prüfungsgebühr im Vorfeld der Prüfung bezahlt werden.

Die medizinische Fachsprachprüfung ist eine Einzelprüfung, die i.d.R. ca. 60 Minuten dauert und in drei Teilen aufgteilt ist, die jweils 20 Minuten dauren:

Teil 1.: Anamnesegespräch (Arzt-Patienten-Gespräch) – mündlich

Die Anamneseerhebung ist äquivalent zu dem, was im Studium gelehrt wird. Der Arzt/Die Ärztin führt das Gespräch mit einem Schauspiel-Patienten und stellt gezielt Fragen, um den Ursachen für die Beschwerden des Patienten auf den Grund zu gehen. Hat sich der Prüfling ein Bild von seinem Patienten gemacht, erläutert er seine Verdachtsdiagnose und unterbreitet Vorschläge zur Diagnostik und Therapie. Dem Patienten sollen die Maßnahmen erklärt und auf Rückfragen reagiert werden. In diesem Teil der Prüfung stehen somit der mündliche Ausdruck wie auch das Hörverstehen im Mittelpunkt. Die Kommission erwartet, dass sich der Prüfling in Umgangssprache mit dem Patienten unterhalten kann und Begrifflichkeiten, die dem Patienten unklar sind, in verschiedenen Wortlauten erklären kann. 

Dem Prüfling werden hier ein Notizblock sowie ein Stift als Hilfsmittel zur Verfügung gestellt. Sonst sind keine weiteren Hilfsmittel erlaubt. 

Teil 2: Dokumentation (Erfassen eines Arztbriefes) – schriftlich

In diesem Teil soll der Prüfling seine in der Anamnese erhobenen Notizen in Form eines Kurzberichtes zusammenfassen. Die Prüflinge erhalten dafür in einigen Bundesländern eine strukturierte Vorlage. Die Notizen, die in Teil 1 der Prüfung genommen wurden sowie ein medizinisches Fachwörterbuch dienen hier als Hilfsmittel. Wichtig ist, dass in diesem Teil der Prüfung medizinische Fachbegriffe verwendet werden. Die Umgangssprache, von der der Prüfling in Teil 1 der Prüfung gebraucht gemacht hat, darf hier nicht mehr angewendet werden.

Teil 3: Patientenvorstellung (Arzt-Arzt-Gespräch) – mündlich

In diesem Teil der Prüfung stellt der Prüfling seinen Patienten aus Teil 1 einem ärztlichen Kollegen mündlich vor. Auch hier ist es wichtig ausschließlich mit Fachtermini zu kommunizieren. Wie in Teil 2 dürfen auch hier die Notizen aus Teil 1 als Hilfsmittel genutzt werden. Dem Prüfling werden hier von dem gespielten Kollegen Fragen zum Patienten oder dem Fall gestellt, die dieser flüssig, verständlich und grammatikalisch richtig beantworten muss. Je nach Bundesland wird im Anschluss an die Patientenvorstellung ein Vokabeltest durchgeführt. Der Umfang der Wörter ist bundeslandabhängig.

In einigen Bundesländern, wie z.B. Rheinland-Pfalz gibt es noch einen Teil – einen Vokabeltest mit medizinischen Fachbegriffen. Sie bekommen ein paar medizinische Begriffe auf  Latein und müssen die deutschen Begriffe hierfür nennen oder eben umgekehrt.  Das Lernen von Fachbegriffen ist immer empfehlenswert, da auch in den Bundesländern, in denen dies kein offizieler Prüfungsteil ist, manchmal Fachbegriffe abgefragt werden, wenn der Pfüfling früher mit den anderen drei Teilen fertig ist.

Der PKT enthält die folgenden Komponente:

Schriftliche Gruppenprüfung:
• Prüfungsteil 1: Berufsangehöriger-Berufsangehöriger-Kommunikation
(Prüfungsdauer: 20 Minuten): Verfassen einer Fallbeschreibung (strukturierte und übersichtlich dargestellte Zusammenfassung einer Krankengeschichte anhand einer Patienteninformation).

Mündliche Einzelprüfungen:
• (Individuelle Vorbereitungszeit: 30 Minuten, Prüfungsdauer: 2 x 20 Minuten = 40 Minuten)
• Prüfungsteil 2: Berufsangehöriger-Berufsangehöriger-Kommunikation:
Durchführung einer Patientenvorstellung (kurze, strukturierte Zusammenfassung einer Krankengeschichte) anhand einer Patienteninformation.
• Prüfungsteil 3: Berufsangehöriger-Patienten-Kommunikation: Durchführung einer Patientenaufklärung (Wiedergabe eines in einem Patientenaufklärungsbogen beschriebenen Eingriffs, einschließlich der damit verbundenen möglichen Komplikationen und Risiken sowie Behandlungsalternativen
in laienverständlicher Sprache.)

telc Deutsch B2·C1 Medizin Fachsprachprüfung ist eine Prüfung auf den Kompetenzstufen B2 und C1. Dementsprechend besteht diese aus zwei Teilen:

Teil 1 – B2 – Gruppenprüfung – schriftlich

Im Gruppenprüfungsteil werden allgemeine, berufsorientierte Deutschkenntnisse auf der Kompetenzstufe B2 überprüft. Bei diesem Teil handelt es sich um eine schriftliche Prüfung. Diese beinhaltet auch drei Teile (Hörverstehen, Leseverstehen, Sprachbausteine) und beträgt insg. ca. 1 Stunde und 20 Minuten.

Teil 2 – Fachsprachprüfung 

Der zweite Teil ist von Inhalt und Dauer gleich mit der Fachsprachprüfung bei der Ärztekammer.

In jedem Prüfungsteil muss der Geprüfte mindestens 60% der Punktzahl erreichen, um die Prüfung zu bestehen. Erreicht der Geprüfte in einem Teil der Prüfung weniger als 60% gilt die Prüfung als nicht bestanden. Im Falle des Nichtbestehens werden dem Prüfling Empfehlungen der Kommission aufgeschrieben, was er bis zum nächsten Termin zu verbessern hat. Nach welchen Kriterien die Kommissionen die Ärzte bewerten finden Sie bei der Ärztekammer Berlin.

Sollte die Prüfung nicht bestanden werden, kann die Prüfung so oft wiederholt werden, bis sie bestanden ist. Die Landesärztekammern regeln lediglich den nächsten Termin. So ist es üblich, dass der nächste Termin nach dem ersten Nichtbestehen erst nach drei Monaten vergeben wird. Besteht der Prüfling ein zweites Mal nicht, kann es sogar bis zu sechs Monate dauern. 

Die Kosten variieren nach Bundesland. Wird die Prüfung zum ersten Mal absolviert belaufen sich die Kosten auf 300-487 Euro, eine genaue Auflistung finden Sie hier. Ab dem Zweitversuch ist die Prüfung in einigen Bundesländern etwas günstiger.

Jetzt bewerben und kostenloses FSP-Training sichern im Rahmen unseres Premium-Vermittlungspakets.

Senden Sie uns Ihre Bewerbung oder Ihre Anfrage

Kontaktdaten

DE +49 6135 8099766

BG +359 876 500571

info@inmed-personal.com

Folgen Sie uns auf den sozialen Netzwerken.

Trainieren Sie Ihre FSP-Kenntnisse mit unseren kostenlosen Inhalten

Videos zum Anamnesegespräch

Videos zur Patientenvorstellung

69631792_2658645630826814_4097145599176998912_n
Erfolgreich durch die Fachsprachprüfung

mit individuellen Sprachkursen und Prüfungssimulationen

Unsere FSP-Dozentin Nina Colette vom ärztesprech verfügt über jahrelange Erfahrung in der Vorbereitung von Kandidaten auf die medizinische Fachsprachprüfung und unterstützt Sie dabei, die FSP erfolgreich zu bestehen.

Unsere Kandidaten bekommen ein vollumfassendes FSP-Training komplett kostenlos. (Voraussetzungen: EU-Medizindiplom)

Senden Sie uns Ihre Bewerbung oder Ihre Anfrage

Kontaktdaten

Telefonnummer

DE +49 6135 8099766

BG +359 876 500571

E-Mail

info@inmed-personal.com

Folgen Sie uns auf den sozialen Netzwerken