Ratgeber

Bewerbung als Arzt in Deutschland

Die Bewerbungsunterlagen

Ihre Bewerbung sollte folgende Unterlagen beinhalten:

  • Deckblatt – nach Wunsch (nicht zwingend erforderlich)
  • Motivationsschreiben
  • Aktueller, tabellarischer, lückenloser Lebenslauf
  • Medizindiplom, ins Deutsche übersetzt (für die erstmalige Bewerbung bei uns nicht erforderlich, da wir uns um die Übersetzung Ihrer Unterlagen kümmern).
  • Empfehlungsschreiben und Arbeitszeugnisse, falls vorhanden. Diese sind nicht zwingend erforderlich, spielen jedoch eine wichtige Rolle bei der Auswahl, insbesondere, wenn Sie bereits praktische Erfahrung in Deutschland gesammelt haben. Fragen Sie immer bei Ihrem aktuellen Arbeitgeber nach Empfehlungen und Zeugnissen, auch wenn Sie nur eine Hospitation absolviert haben.
  • Sprachzertifikate
  • Wenn Sie promoviert haben, fügen Sie auch Ihre Promotionsurkunde hinzu.
  • Falls Sie bereits eine Facharztausbildung abgeschlossen haben, fügen Sie das entsprechende Zeugnis hinzu.
  • Wenn Sie die Approbation in Deutschland bereits erhalten haben, fügen Sie die Approbationsurkunde hinzu.

In fast allen Fällen werden die Bewerbungsunterlagen eingescannt und per E-Mail verlangt. Stellen Sie sicher, dass die einzelnen Dokumente in die deutsche Sprache übersetzt sind, dies gilt auch für die Dateibezeichnungen z. B.: Lebenslauf, Zeugnis St.Anna-Krankenhaus usw. Die Unterlagen sollten in PDF Format sein.

Senden Sie keine fremdsprachigen Unterlagen, sondern nur deutsche Übersetzungen.

Senden Sie keine E-Mails ohne Betreff und Text. Obwohl Sie ein Anschreiben angefertigt haben, ist es sehr empfehlenswert, auch in der E-Mail 2-3 Zeilen zu Ihrer Bewerbung zu schreiben. Vergessen Sie nicht die notwendige Form für offizielle E-Mails einzuhalten.

Im Anschreiben sollten Sie Ihren bisherigen akademischen und beruflichen Weg sowie Ihre Motivation für einen Umzug nach Deutschland und die Auswahl des jeweiligen Fachgebiets kurz darstellen. Vermeiden Sie Sätze wie “Mein Name ist … und ich bin … Jahre alt”. Diese Informationen stehen bereits in Ihrem Lebenslauf und sollten nicht im Anschreiben wiederholt werden. Sie sollten auch nicht den gesamten Lebenslauf im Anschreiben wiedergeben. Betonen Sie die wichtigsten Erfahrungen, die Sie gesammelt haben und Ihre Motivation. Sie können gerne auch fachliche Details integrieren.

Halten Sie die richtige Form für offizielle Briefe ein: Adresse des Absenders und Empfängers, Betreff, offizielle Begrüßung und offizieller Abschied. Das Anschreiben sollte persönlich unterschrieben werden.

Sehr wichtig: Das Anschreiben sollte keine Rechtschreibfehler enthalten!

Der Lebenslauf sollte folgende Komponente enthalten:

  • Bewerbungsbild (halb oder Ganzkörper), mit Businesskleidung oder Arztkittel, leichtes Lächeln.
  • Persönliche Daten: Vor- und Nachname, Staatsangehörigkeit, Familienstand. Die Angabe der Religion ist nicht erforderlich.
  • Kontaktdaten: Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse.
  • Bisherige berufliche und praktische Erfahrung: praktische Aus- und Weiterbildungen, Hospitationen, Famulaturen. Es ist ratsam, kurz (in Stichpunkten) aufzuzählen, welche Aufgaben Sie in der jeweiligen Position übernommen haben.
  • Bisheriger Bildungsweg
  • Sprachkenntnisse
  • Führerschein
  • EDV-Kenntnisse
  • Sonstige Fähigkeiten (optional)
  • Hobbys (optional)

Wenn Sie bereits Berufserfahrung haben, empfiehlt es sich, einen OP-Katalog sowie einen Erfahrungskatalog als Anlage zum Lebenslauf hinzuzufügen.

In Bezug auf die Reihenfolge wird empfohlen, die Phasen des Lebenslaufs zu unterteilen in: Berufliche / praktische Erfahrung; Bildung; Zusätzliche Fähigkeiten; Hobbys.

Der Lebenslauf muss in chronologischer Reihenfolge sein.  Sie können wählen, ob Sie mit der frühesten oder der aktuellsten Phase beginnen möchten. Es ist wichtig, dass die Reihenfolge in den einzelnen Abschnitten (Berufliche Erfahrung / Ausbildung) gleich ist.

Sehr wichtig: Der Lebenslauf darf keine Rechtschreibfehler enthalten! Außerdem muss der Lebenslauf lückenlos sein. Sollten Sie z.B. eine Zeit lang nicht gearbeitet haben, dann überlegen Sie, was Sie in der Zeit gemacht haben (Sprachkurs, Reise, Elternzeit, Jobsuche) und tragen Sie das entsprechend in Ihren Lebenslauf ein.

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Das ärztliche Vorstellungsgespräch

In der Regel wird das Bewerbungsgespräch von dem Chefarzt geführt, manchmal kommt auch ein Vertreter der Personalabteilung oder auch ein Ober- oder Facharzt dazu, unter dessen Anleitung Sie in Zukunft arbeiten werden.

Das Klinikum, in dem Sie sich beworben haben, kennt Sie nur auf dem Papier. Im Bewerbungsgespräch geht es darum zu erfahren, ob das was in Ihrem Lebenslauf steht auch wirklich stimmt bzw. offene Fragen zu Ihrem bisherigen Werdegang und Ihren fachlichen Qualifikationen  zu klären. Bei ausländischen Bewerbern soll natürlich auch überprüft werden, ob Sie die deutsche Sprache ausreichend gut beherrschen, um mit Kollegen und Patienten kommunizieren zu können.  Nicht an letzter Stelle ist es für den Arbeitgeber wichtig, mehr über Ihre Motivation zu erfahren und beurteilen zu können, ob Sie von Ihrer Persönlichkeit her gut ins Team passen würden. Häufig gestellte Fragen im Bewerbungsgespräch sind:

  1. Erzählen Sie uns etwas mehr über sich und Ihren bisherigen Werdegang.
  2. Warum haben Sie diesen Fachbereich der Medizin gewählt?
  3. Warum haben Sie sich für Deutschland entschieden?
  4. Wo sehen Sie sich in 3/5/10 Jahren?
  5. Was sind Ihre Stärken und Schwächen?
  6. Warum haben Sie sich bei uns beworben?

Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass Ihnen auch fachliche Fragen aus Ihrem medizinischen Fachbereich gestellt werden. Manche Arbeitgeber stellen auch persönliche Fragen, wie z.B. Fragen zu Ihrer Familie oder Familienplanung. Auch, wenn das nicht so häufig vorkommt, ist es empfehlenswert, dass Sie sich auch auf solche Fragen gut vorbereiten.

Das hängt ganz vom Krankenhaus ab, in dem Sie sich beworben haben, sowie von der Zahl der Bewerber, die für die Stelle in Betracht kommen. Oft bekommen Sie gleich nach dem ersten Gespräch Bescheid, ob Sie die Stelle bekommen oder nicht. Es könnte aber auch vorkommen, dass Sie mehrere Gespräche führen müssen, bevor das Klinikum eine endgültige Entscheidung trifft.

Grundsätzlich muss ein Arbeitgeber, der zu einem Vorstellungsgespräch einlädt, die damit verbundenen Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten tragen, es sei denn dies wurde in der Einladung explizit ausgeschlossen. Diese Kosten muss der Arbeitgeber auch in dem Fall tragen, wenn Sie eine Absage bekommen.

Es ist allerdings immer besser, wenn solche Fragen im Vorfeld geklärt werden, damit es nicht im Nachhinein zu unangenehmen Auseinandersetzungen kommt.

Unser Tipp: Sollte der Arbeitgeber das nicht von sich aus ansprechen, fragen Sie, bevor Sie Ihre Reise organisieren, vorsichtig beim Klinikum nach, ob dieses die Kosten für das Vorstellungsgespräch übernimmt und wenn ja – in welcher Höhe (manche Krankenhäuser übernehmen die gesamten Kosten und sogar die volle Organisation Ihrer Anreise, andere vereinbaren z.B. eine Reisekostenpauschale und übernehmen Ihre Kosten nur bis zu einem bestimmten Maximalbetrag).

Ja, das kommt in den letzten Jahren immer häufiger vor. Vor allem für ausländische Bewerber und solche, die weit weg vom Standort des Klinikums wohnen und deren Anreise mit einem großen zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden ist, macht es Sinn, das erste Gespräch per Telefon oder über eine Videoplattform zu führen. Die Kliniken lassen sich immer mehr darauf ein und bevorzugen diese Variante sogar oft, da es für sie ebenso weniger aufwendig ist als ein Bewerbungsgespräch vor Ort zu organisieren.

Das kommt zwar selten vor, ist aber in der Regel nicht ausgeschlossen. Wenn Sie bereits am Telefon einen sehr guten Eindruck hinterlassen und von sich überzeugen, kann es durchaus sein, dass Sie sofort eine Stellenzusage und einen Arbeitsvertrag bekommen. Außerdem gelten in der Regel die ersten sechs Monate als Probezeit (“in der Regel”, da im Arbeitsvertrag auch eine kürzere Probezeit vereinbart werden darf , was aber normalerweise nicht der Fall ist). Während der Probezeit, kann sowohl das Krankenhaus, als auch Sie jederzeit ohne das Vorliegen eines besonderen Grundes, unter der Einhaltung einer kurzen (i.d.R. 2 Wochen) Kündigungsfrist das Arbeitsverhältnis beenden. (Wichtige Info: Sie, als Arbeitnehmer dürfen Ihren Vertrag immer ohne Grund kündigen, das gilt auch nach Ablauf der Probezeit, nur die Kündigungsfristen sind nach der Probezeit länger).

Ja, das ist auf jeden Fall sinnvoll und sogar empfehlenswert. Das Bewerbungsgespräch ist nicht nur dafür da, dass der Arbeitgeber Sie besser kennenlernt, sondern auch umgekehrt. Im Rahmen einer Hospitation (auch wenn diese nur einen Tag lang dauert) haben Sie die Möglichkeit , einen besseren Eindruck von dem Krankenhaus zu bekommen und Ihre zukünftigen Kollegen kennenzulernen. So können Sie besser beurteilen, ob dieses Krankenhaus Ihren Vorstellungen entspricht und Sie sich dort wohl fühlen werden.

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